| Razupaltuff! Registriert seit: 05-2004 | Es sind beides Überbleibsel des Kalten Krieges und nicht mehr zeitgemäß, wobei ich denke die Teilung wird noch lange bestand haben. Immerhin haben die beiden Teile lange gegeneinander Krieg geführt, 4 Millionen Tote, da sagt niemand mal eben "Schwamm drüber" - obwohl es letztlich alles Schwestern und Brüder sind... |
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| Silvia-Seidel-Gedenker Registriert seit: 03-2004 Ort: Hamburg | Zur Chance koreanischen Wiederveieinigung: 48 Millionen reiche Südkoreaner, die seit 62 Jahren von 28 Millionen armen Nordkoreaner getrennt sind, wollen wahrscheinlich nicht wiedervereinigt werden. Kosten noch höher als die Deutsche Wiedervereinigung. Deutschland als Nationalstaat ist hingegen historisch betrachtet der Ausnahmefall (1871-1945 und seit 1990, also weniger als 100 Jahre in der europäischen Geschichte) und doch war die Wiedervereinigung nach Wegfall der Mauer folgerichtig. Gerade die derzeitige Euro-Krise zeigt mir, wie wenig Nationen Geschichte sind. Eben doch selbe Sprache, selbe Geschichte, selbe Eigenarten, selbe Nationalhelden, selbe nationale Tragödien. Korea hat eine über 1000 Jahre alte Geschichte, die gemeinsame Erfahrung sich gegen das übermächtige China zu behaupten, den japanischen Nachbarn als natürlichen Feind, dieselbe, einzigartige koreanische Schrift Hangul, die es nur in Korea gibt, sonst nirgendwo. Die gemeinsame extreme Prägung durch den Neokonfuzianismus (der diese extreme Spielart eines speziellen erblichen nordkoreanischen Stalinismus erst möglich macht). Aktuell spricht natürlich alles gegen eine Wiedervereinigung von Nord und Süd, aber es gibt eben auch Kräfte, sehr alte Kräfte, die die Option auf Wiedervereinigung doch aufrechterhalten. Zur Charmeoffensive: Ein finster dreinblickender Diktator mit schwarzer Sonnenbrille, der mit Atomwaffen droht erweckt wenig Sympathie. Ein lachender Staatschef, umgeben von lachenden Paladinen und attraktiver Frau, der Micky Maus auftreten lässt, Kinder tätschelt Vergnügungsparks besucht betreibt dagegen Imagepflege und schafft es fast in BUNTE und GALA. (Es gibt im Internet schon eine Satire, wo Kims Ehefrau Ri Sol-ju auf einem Fake-Vogue-Titelbild zu sehen ist) Wenn es nicht dieses abschreckende Beispiel Assad jun. gäbe, würde ich fast glauben, dass es Chancen in Nordkorea gäbe. Der interessierte Zeitgenosse (habe selber zumindestens Seoul schon mal besucht) wird die Entwicklung in diesem letzten geteilten Land der Erde beobachten. |
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| Member Registriert seit: 11-2000 | Du hast wohl in Geschichte nicht aufgepasst. Gerade junge lebensfrohe menschen fangen gern Kriege an. Man denke nur an den jungen Alexander, den jungen Oktavian, den jungen Napoleon, den jungen Saladin, den jungen Friedrich, den jungen Hitler, den jungen Hussein, ... |
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| Razupaltuff! Registriert seit: 05-2004 | Gute Beispiele ... aber wer heute einen Atomkrieg anfängt, dessen Tod ist 100%tig garantiert, da hat wohl niemand die Illusion von möglichen Eroberungen und siegreichen Schlachten. Die großen Schlachtenlenker standen auch selbst auf dem Schlachtfeld, kann ich mir beim Lebemann Kim nicht vorstellen ![]() |
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| Pan narrans Registriert seit: 02-2001 Ort: Essen | Jedenfalls diejenigen die trotz der Tatsache dass auch sie meist mannigfaltig Kriergsverbrechen (jedenfalls nach heutigen Moralvorstellungen) verübten immer noch in gutem Ansehen stehen ... die anderen die lieber vom Schreibtisch aus ihre Armeen befehligten sind oft eher nicht so gut angesehen (wie etwa Hitler, Stalin oder Mao ) __________________ |
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| homo novus Registriert seit: 06-2008 Ort: milchstrasse | Zitat:
gehen heute noch obama oder putin persönlich in die schlacht? nein! vom schreibtisch aus den krieg zu befehlen kann jeder. aber selber die leitung der schlacht übernehmen und das leben zu riskieren erfordert mut und tapferkeit. natürlich sind die österreichen kaiser, die osmanischen herscher oder die sonnenkönige frankreich nicht an vorderster front gewesen. auch stalin, hitler und mao nicht. deswegen sind alexander der grosse, gaius julius caesar eben noch so berühmt. octavian hat übrigens die schlachten nicht persönlich geführt, sondern, dass von seinen generälen erledigen. und die römischen kaiser konnten auch nicht bei jedem grenzgefecht anwesend sein. aber bei wichtigen feldzügen, waren sie durchaus anwesend. __________________ | |
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| Razupaltuff! Registriert seit: 05-2004 | Zitat:
Auch in China und Russland macht sich Unmut in der Bevölkerung breit, also warum nicht auch irgendwann in Nordkorea... | |
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| walang kuwenta Registriert seit: 02-2003 | ich halte es für die wahrscheinlichste variante, trotz wenig optimismus, dass die eliten in NK einfach die nase voll kriegen von dem ganzen theater, dass es sie einfach ermüdet und an ihrem eigentlichen geschäft hindert, noch reicher zu werden, und auf dem eigenen landstrich noch ungenierter tun zu können, was ihnen beliebt. die werden es also als güte verkaufen, dem wunsch nach einer systemänderung nachzugeben. irgend ein hoch provozierter konflikt wird möglicher weise dahin umgebogen. __________________ |
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| Lotta vom Hocka Registriert seit: 06-2006 Ort: heute hier,morgen dort... | Hab keinen aktuelleren Thread dazu gefunden und stell das mal hier rein: http://www.welt.de/vermischtes/weltg...ungersnot.html Entsetzlich - die meisten dort hungern doch sowieso schon unvorstellbar und sind ausgezehrt wie noch was ![]() http://www.focus.de/panorama/welt/ue...id_789226.html http://www.spiegel.de/panorama/gesel...-a-846991.html Geändert von Cat-lin (31-07-2012 um 13:24 Uhr). |
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| bounty hunting Registriert seit: 04-2005 | "Halbgott" Kim Jong Un inmitten von nordkoreanischen Soldatinnen (= Fangirls). ![]() http://msnbcmedia.msn.com/j/MSNBC/Co...otoblog900.jpg Das hier ist ja auch herrlich ... http://msnbcmedia.msn.com/j/MSNBC/Co...otoblog900.jpg ![]() |
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| Selbstdenker Registriert seit: 10-2000 Ort: Jakarta | naja einiges ist aber doch irgendwie sehr schräg, man scheint ihn vor sich selbst schützen zu wollen: http://msnbcmedia.msn.com/j/MSNBC/Co...otoblog900.jpg auch wenn er medienaffiner zu sein scheint, als seine Vorfahren... |
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| Razupaltuff! Registriert seit: 05-2004 | Was meinst Du? Der Wunsch mal den Führer anzufassen, der wird wohl vom Volk ausgehen. ![]() Da passieren schon ungewohnte Dinge in Nordkorea, Mickeymaus-Figuren werden bei Aufführungen gezeigt, Basketball wird gespielt, alles kleine Schritte aber besser als garkeine Veränderung. Es gibt zwar Freizeitparks, aber die Straflager sind auch noch nicht abgeschafft. Trotzdem denke ich "Wandel durch Annäherung" war schon beim Ostblock ein erfolgreiches Model. |
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